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Tag 14: Heiligenhafen – nach Hause

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© iSailor Trackaufzeichnung, Bildschirmfoto

Logbuch Ostsee September 2014
Jetzt ist es also so weit, unsere schöne Zeit ist um. Heute müssen wir unser Schiff wieder übergeben.

Um 9 Uhr war der Übergabe Termin, also hieß es früh ausstehen, denn wir wollten auch noch schön duschen und in Ruhe frühstücken. Was wir dann auch getan haben.

Um 10 Minuten vor 9 waren wir fertig und auch der Rest unserer Sachen war runter vom Schiff und wieder in unserem Auto.
So saßen wir in der Plicht in der Sonne und warteten. Um 10 nach 9 ist Andy dann kurz zum PCO Büro gegangen, Björn unser Bootsmann war noch nicht da, aber wohl auf dem Weg. So hieß es weiter warten. So blieben wir noch in der Sonne sitzen und beobachteten das Treiben im Hafen, genannt: Hafenkino.

Um 9.35 Uhr kam dann endlich Björn. Die Übergabe dauerte gut eine Stunde.
Bei einer Übergabe wird noch mal alles durchgesehen ob noch alles da ist und vor allem funktionstüchtig. Auch die Segel werden geöffnet und überprüft.
Die Positionslampe wurde von uns ja schon ausgetauscht, also gab es keine Beanstandungen.
Danach noch mal zum PCO Büro und sich verabschiedet mit einem „Tschüß, bis zum nächsten Jahr“.

Nun ist für dieses Jahr endgültig unser Segeljahr vorbei. Vielleicht schaffen wir nächstes Jahr ja wieder im Mai und September zu segeln, im diesen Jahr waren wir ja von April bis Juni in Istanbul.

Jetzt noch der Rückblick.

Es waren schöne 2 Wochen. Für mich ein wenig anstrengend, weil wir immer irgendwie unter Terminstress gestanden haben. Ich mag es da lieber ruhiger und möchte auch mal was von der Landschaft sehen, wenn ich schon woanders bin. Andy möchte am liebsten früh’s aufstehen und gleich los segeln und erst spät Abends im Hafen ankommen, also mehr segeln wie schauen.
Das nächste Mal gibt es wieder so ein Zwischending, dann passt es wieder. Aber ich muß gestehen, wir hatten immerhin 2 Museumsbesuche, das ist mehr Kultur, als das letzte Mal.

Mit dem Schiff sind wir bis zum Schluß nicht so richtig warm geworden. Irgendwas war immer, aber am meisten hat genervt, das das Vorsegel jedesmal beim ausrollen geklemmt hat und einer nach vorn mußte, um den letzen Rest auszurollen. Aber chartern hat auch Vorteile mit jedem Überraschungspaket von Schiffen merkt man genau, auf was man achten muß beim späteren eigenen Boot und was ein absolutes No Go ist.

Jetzt noch unsere Gesamt Meilen.
Unsere Gesamtmeilen waren – 275 sm
unter Segel – 214 sm und
unter Motor – 61 sm
Wir waren also ein richtiges Segelschiff, so macht es Spaß.

Tag 13: Heiligenhafen – Heiligenhafen

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Logbuch Ostsee September 2014
13,8 sm (12,1 sm unter Segel, 1,7 sm unter Motor)
Windstärke 4-5

Heute wurde erst mal ausgeschlafen, dann schön duschen und in Ruhe frühstücken.
Danach schrieb Andy das Logbuch für den Vercharterer. Er hat ja sein eigenes, welches sein persönlicher Nachweis ist. So hat der Kapitän auch Pflichten.

Um 12 Uhr sind wir noch mal kurz raus, die Nase in den Wind halten. Einmal Fehmarn Sund Brücke und im zickzack zurück.

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Dann noch schnell tanken. Da hätten wir diesmal keinen Preis gewonnen, der Wind hat uns immer abtreiben lassen, danach wieder zum Yachthafen Heiligenhafen.

Angelegt, aufgeräumt und uns in die Plicht gesetzt zum Hafenkino schauen. dazu einen Kaffee + ein paar Kekse.
Was für eine Hektik auf dem Steg und so viele Menschen, sie kamen und gingen.
Wir also schön gesessen, ein wenig gelästert, wie „Die sind wohl alle auf der Flucht.“, „Wir haben ja noch Zeit bis morgen.“ usw. und es uns gut gehen lassen.
So nach einer Stunde kamen uns so leichte Zweifel ob unsere Übergabe erst morgen ist, also kurz in die Messe, Vertrag rausgeholt und Sch…., Freitag um 16.30 Uhr ist Übergabe, wir hatten es da genau 16.27 Uhr. Andy kurz nach vorne zum PCO Büro und nachgefragt. Wir dürfen noch eine Nacht drauf schlafen und morgen früh ist Übergabe. Glück gehabt, das würde sonst in Hektik ausarten.

Danach haben wir dann angefangen unsere Sachen zusammen zu packen, jetzt war es auch draußen wieder trocken und der Steg war auch nicht mehr voller Menschen.
Um 20 Uhr waren wir fertig, das Auto fast voll, es fehlt nur noch das was wir über Nacht und morgen früh brauchen. Es ist ganz schön viel Gedöns was man so mit schleppt und hinterher wieder nach Hause fährt, weil man es nicht gebraucht hat oder nicht aufgegessen hat.

Abendbrot gab es für diese Jahr zum letzte Mal wieder im “Weinigel’s Fährhaus” essen. Für mich gab es wieder die Fischplatte (Dorsch, Rotbarsch, Scholle) + Ofenkartoffel mit Sour Creme, es war einfach zu lecker, da sind nämlich alle meine Lieblingsfische drauf und Andy hatte auch eine andere Fischplatte da war dann noch ein Garnelenspieß mit bei. Es war wie wie immer lecker.

Jetzt sitzen wir hier und können noch nicht mal einen Pott Tee trinken, denn den hat Andy schon eingepackt.
Dann noch einmal schlafen und dann heißt es „Auf Wiedersehen Ostsee, bis zum nächsten Jahr.“

Tag 12: Heiligenhafen – Hafentag

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Logbuch Ostsee September 2014
Heute ist unser letzter Tag mit Robert, sein Urlaub ist rum und er fliegt wieder nach Hause.

Nach dem Aufstehen waren wir duschen und dann haben wir noch mal gemeinsam in Ruhe gefrühstückt. Nach dem abwaschen wollten wir eigentlich gleich mit dem Auto los nach Fehmarn, dort hat Robert sich ein Auto gemietet um nach Hamburg zum Flughafen zu kommen, aber dann waren Leute vom PCO auf dem Steg und denen hat Andy noch schnell Bescheid sagen wollen, wegen der Positionslampe steuerbord’s. Im Endeffekt ist er mit Herr Schulz (Chef von PCO) gleich unsere Mängelliste durchgegangen, die wir bei diesem Schiff schon aufgestellt hatten. Da kommen dann schon ein paar Sachen zusammen und das nur weil die meisten nach Charter Ende nichts sagen, weil sie Angst haben, dass das von ihrer Kaution abgezogen wird oder aus welchen Gründen auch immer. Wir machen immer eine, ist bei uns auch schon berufsbedingt, da werden beim Kommissionierungen auch immer Mängellisten aufgestellt.
Aber kurz und gut, eine Positionslampe für Steuerbord hat er auch nicht liegen.

Als wir mit der Liste endlich durch waren, sind wir los nach Fehmarn zur Autovermietung. Das Auto war noch da, denn wir waren ja nun später da, wie bestellt. Wir uns dann verabschiedet und Andy und ich wieder los.

Wir waren dann noch nach Großenbode zu einem Jachtausstatter wegen der Positionslampe, war nicht da, mußte bestellt werden, dann wieder nach Heiligenhafen zum E-Center für mich mini Baguette von Schär holen und Fleisch für uns zwei.
zurück an Bord schnell alles verstaut und wieder zu Fuß los. Eigentlich wollten wir was essen gehen, aber wir sind noch mal in den Baltic Kölln Shop reingegangen, obwohl wir gestern dort auch schon wegen der Positionslampe geschaut hatte, sie aber nur eine andere Firma dort hatten. Also wir rein und was soll ich sagen, sie hatten unsere Positionslampe. Ich glaube die haben komplett die anderen rausgeräumt und unsere Firma die wir brauchten eingeräumt. Denn von der anderen Firma war nichts, aber auch gar nichts mehr da. Ich glaube aber eher, wir haben was an den Augen.
Wir also unsere Lampe bezahlt und wieder auf’s Schiff und sie angebaut. Passt, funktioniert, was wollen wir mehr.

Jetzt zweiter versuch rein in die Stadt. Wir waren heute essen im „Restaurant Nordpol, Hotel & Fischspezialitäten“, liegt direkt an dem Fischereihafen. Die Gaststube erinnert irgendwie eher an eine Imbissbude in groß. Mit Zöliakie würde ich dort wahrscheinlich nicht essen, aber da ich nur eine GU habe, habe ich es versucht. Für mich gab es Dorsch (unmehliert) mit Pommes und Andy hatte Dorsch mit Bratkartoffeln. Die Fischportionen waren schön groß und es war einfach aber lecker und vertragen scheine ich es auch zu haben.

Satt und zufrieden sind wir dann wieder los. Wir wollten noch zu einer Apotheke eine wärmende Salbe kaufen, Andy hat sich verlegen, verrenkt oder Zug gekriegt. Auf den Weg dorthin mußte ich natürlich in mehrere Geschäfte rein, um ein wenig schauen. Frau muß sich ja informieren. Andy mußte mit, ob er wollte oder nicht. Irgendwann sind wir dann aber doch bei der Apotheke angekommen, Salbe gekauft und wieder zurück Richtung Hafen.
Dort sind wir erst noch mal in Richtung Seebrücke gelaufen, dort gab es einen kleinen Laden mit Segelklamotten „OLEU Maritim“, wo alles mit Minus 50% verkauft wird, wegen neuer Kollektion.
Ich bin so eine richtige arme Socke, habe wieder nichts gefunden, aber dafür Andy eine Mütze und einen Schal (eher Halswärmer, wie Loop nur kleiner und in Flies).

Nun aber zurück zum Schiff, der Wind nimmt immer mehr zu.
Angekommen gab es Kaffee und für Andy Apfelkuchen, für mich Reiswaffel und Reis Crispies von Frusano. Danach erst mal ausruhen. So ein Hafentag kann ganz schön anstrengend sein.
Irgendwann vorhin kam eine SMS “ Der Adler ist gelandet“, also ist Robert gut zu hause angekommen.

Jetzt waren wir noch mal kurz draußen, der Wind hat sich wieder beruhigt, nur ab und an regnet es, aber das soll uns nicht stören. Es war eine kleine Touri Tour, einmal zum Fischereihafen um ein Foto zu machen, dann außen rum wieder zu unseren Hafen. Da kam ich an einer Münzenvernichtungsmaschine vorbei und die wurde sogleich mal ausprobiert. Man sucht sich ein Motiv von zweien aus, das man gerne auf seiner Münze haben möchte, steckt 1 x 1€ und 1 x 5 Cent rein und muß dann so ca. 5-10 Mal kurbeln und hat dann seine persönliche, selbstgeprägte Heiligenhafen Münze.

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Dann an unseren Hafen noch mal lang, kann man ja nie genug sehen und noch 2 Stege hoch und runter, man muß ja die Schiffe auch aus der Nähe sehen und dann wieder an Bord.

Jetzt schauen wir, was so in der Welt passiert ist und warten drauf das Abendbrotzeit ist.
Heute soll es Bratkartoffeln + Kassler Nacken für Andy und für mich Hühnchen geben.
Danach lassen wir den Tag bei einem Pott Tee ausklingen und verschwinden irgendwann in der Koje, denn morgen wollen wir noch mal kurz die Nase in den Wind halten.

Tag 11: Bagenkop – Heiligenhafen

Logbuch Ostsee September 2014
31,9 sm (29,9 sm unter Segel, 2 sm unter Motor),
Windstärke 4-5, Welle 1-1,5 m

Wieder ein neuer Tag heute geht es rüber nach Heiligenhafen. Erst mal bei den Duschen anstehen. So schön wie Familienduschen sind, Nachteile haben sie dann dennoch,vor allem wenn man davor steht.
Nachdem das Duschen geschafft war, schnell frühstücken und dann schon alles seefest machen und Leinen los. Beim Ablegen haben wir unsere steuerbord Positionslampe verloren, sie liegt jetzt im Bagenkop’er Hafen.

Ich habe es diesmal ca. eine Stunde oben unter der Sprayhood ausgehalten, danach war ich wieder unten in der Messe in der wagerechten, nach Art – Augen zu und durch. Die großen Wellen sind einfach nicht meins.
Als wir dann wieder unter der Landabdeckung von Fehmarn waren, ging es mir schlagartig wieder gut.
Ist schon blöd, wenn es einem eigentlich Spaß macht, aber der Körper nicht mitmacht.
Nur fühlen und hören wie man segelt, ist ja auch nicht schlecht, aber wenn man dann noch sehen könnte, wäre es noch besser. Aber man kann nicht alles haben.
Robert verträgt es super, er war die ganze Zeit bei Andy oben und hat geholfen.

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In Heiligenhafen angekommen, angelegt und schnell zum Baltic Laden gelaufen. Wir brauchten noch ein Meilenbuch für Robert.
Wieder an Bord erst mal Kaffee getrunken, Kuchen gegessen und Robert sein Meilenbuch überreicht. So hat er einen Beweis für seine Daheim gebliebenen, das er wirklich segeln war.
Danach wurde kurz ausgeruht.

Abends waren wir wieder im “Weinigel’s Fährhaus” essen, Robert hat eingeladen. Für mich gab es diesmal die Fischplatte (Dorsch, Rotbarsch, Scholle) + Ofenkartoffel mit Sour Creme. Es war wie bereits zuvor sehr lecker.
Diesen Abend wurden wir nicht alt, um 22 Uhr waren wir schon in der Koje.

Tag 10: Søby – Marstal – Bagenkop

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Logbuch Ostsee September 2014
25,6 sm (22,2 sm unter Segel, 3,4 sm unter Motor),
Søye – Marstal = 13,9 unter Segel, 2,7 unter Motor
Marstal – Bagenkop = 8,3 unter Segel, 0,7 unter Motor
Windstärke 2-3 langsam zunehmend auf 5

Das erste Mal klingelte der Wecker um kurz vor 7, schnell Wettervorhersage runter geladen und entschieden wir können eine Stunde länger schlafen. Nichts ändert sich schneller als das Wetter.
Gestern sind wir nich von ausgegangen, das wir früh’s los und durch bis Heiligenhafen müssen, weil Mittwoch schon wieder Sturm kommen sollte. Alles gut, wir fahren 2 Etappen und können heute noch einen Abstecher machen.

Nach dem aufstehen erst mal frühstücken und alles seefest machen, dann Leinen los.
Was gestern noch an Wind zu viel war, ist heute zu wenig, jedenfalls gleich hinter der Hafenausfahrt, da mußten wir doch tatsächlich den Motor wieder anmachen, weil wir einfach zu langsam waren. Ankommen wollten wir ja auch noch irgendwann. Aber dann ging es doch und wir waren um 15 Uhr in Marstal. Bis hierher war Robert unser Rudergänger.

In Marstal gibt es ein Schifffahrtsmuseum, das ist wunderschön. Leider schließen sie schon wieder um 16 Uhr, so mußten wir uns ein wenig beeilen, um durch zu kommen. Das Museum ist für groß und alt, da ist für jeden was dabei. Beim nächsten Mal wird dort mehr Zeit eingeplant.
Auf dem Rückweg vom Museum noch beim Bäcker vorbei und für die Männer Apfelkuchen und Baguette geholt.

Erst wollten wir in Marstal bleiben, aber da wir morgen nach Heiligenhafen müssen, sind wir gleich weiter nach Bagenkop. So sparen wir 1,5-2 Std., wird immer noch lang genug.
Also wieder Leinen los und ab nach Bagenkop. Kurz nach dem Hafen ging schon die Genua hoch.
Da wir zuerst Tonnenstrich fahren mußten, bin ich runter und habe Kaffee gekocht. Dann gab es erst mal Kaffee und Kuchen. Danach schnell alles gut verstaut, Großsegel mit hochgezogen und ab ging die Rauschefahrt.

Um ca. 18.30 Uhr sind wir in Bagenkop angekommen. Robert hat sich irgendwann Zug geholt und hat jetzt Migräne und promt seine Tabletten vergessen. Nach dem vertäuen hat er sich gleich in seine Koje zurück gezogen.

Andy und ich sind noch mal eine Runde spazieren gegangen. Einen Einkaufsladen haben wir gefunden. Der hatte aber schon geschlossen, Öffnungszeiten sind von 8 – 19 Uhr. Dann auf der Mole lang und wieder zurück.

Um 20 Uhr haben wir mit Abendbrot zubereiten angefangen.
Es gab Bratkartoffeln, Krähenfüße (Truthahn Wiener kleingeschnitten und die Enden gekreuzt) und für die Männer noch zusätzlich Spiegeleier. Zum essen ist Robert kurz aufgestanden, danach gleich wieder ins Bett. Hoffentlich ist die Migräne morgen weg. Andy und ich haben zusammen noch schnell das Geschirr abgewaschen, jetzt haben wir es uns gemütlich gemacht.

Gleich gibt es noch einen Pott Tee und dann in die Koje.

Tag 9: Søby – Hafentag

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Logbuch Ostsee September 2014

Heute gibt es einen Hafentag, der Wind pfeift schon die ganze Nacht und soll erst heute Abend abflauen.

Ob wir die Nacht geschlafen haben, weiß ich nicht, wir haben dem Wind zugehört, passt wohl eher.
Um 2.30 Uhr war noch alles fest, dann um 6 Uhr Kontrolle, war immer noch alles gut, nur der Wind hat noch zugenommen, wir hatten bis 8 Beaufort.

Für Andy und mich gab es Katzenwäsche an Bord und Robert hat sich getraut an Land duschen zu gehen. Danach ganz gemütlich Frühstück.

Andy plant jetzt wie wir wieder nach Heiligenhafen kommen.
Heute Abend soll der Wind abflauen, Dienstag sollen 3-4 Beuaufort sein und Mittwoch soll es wieder bis 7 hochgehen. Robert muß Mittwoch Abend in Heiligenhafen sein, Donnerstag geht sein Flug. Das heißt also wir müssen Dienstag die ganze Strecke zurück nach Heiligenhafen nehmen, wenn nichts dazwischen kommt.

Mal sehen was wir heute noch so machen. Wäsche braucht nicht gewaschen werden, das hab ich ja schon gemacht. Also dann bis nachher.

Da bin ich wieder.

Wir waren eine Runde spazieren, das Dorf anschauen. Es ist nicht schlecht, sieht aber verlassen aus. Einen Bäcker gibt, Fahrradverleih auch, nur für ihn ist die Saison vorbei, dann haben wir noch einen Supermarkt gefunden. Glutenfrei gibt es Reiswaffeln, Kartoffelmehl, Maisstärke, Hirse, Quinoa und eine Sorte glutenfreie Mehlmischung die aber glutenfreie Weizenstärke enthält. Wir haben nur Champingon und Lakritzstangen (für die daheim gebliebenen) gekauft.
Direkt beim Steganfang steht ein Selbstbedienungswagen, da kann man selbst gemachte Marmelade in ‚zig verschiedenen Sorten kaufen.

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Dann wieder an Bord, da habe mir dann noch ein paar Muffin gebacken, so hab ich mal was anderes als Reiswaffeln.
So nach und nach sind beide Männer verschwunden, um sich eine Runde hinzulegen, denn der Schlaf von letzter Nacht fehlt doch, ich dann auch, aber erst als die Muffin fertig waren.

Irgendwann waren wir dann wieder wach und den ganzen Tag an Bord ist ja auch blöd, so wollten wir zum Bäcker (ist inklusive Konditorei + Cafe). Also alle landfein machen und los.
Angekommen mußten wir leider feststellen, das er am Montag geschlossen hat, also zum Cafe (Kiosk) wo wir gestern Cappuccino getrunken hatten, da gab es auch Kuchen, da angekommen, hatte es auch zu, da hing ein Zettel an der Tür irgendwas von Kursus und das diese Woche deswegen zu ist.
Papa’s Pizzaria gab es auch noch, die hätte geöffnet, aber wir wollten ja Kuchen und keine Pizza.

Also wieder zurück an Bord Kaffee aufgesetzt und die Butterkekse für die Männer rausgeholt und meine Muffin für mich. War auch ausreichend.

Jetzt haben wir noch ein wenig gelesen, dann kam der Hafenmeister und endlich hatten wir auch ein Paßwort für WLAN. Jetzt erst mal Nachrichten abrufen.

Bald schon war Abendbrotszeit und unser Kapitän hat gekocht, hinterher haben Robert und ich alles wieder sauber gemacht.
Es gab die Champignon + Schalotte + Speck + Wiener (für mich Truthahn Wiener) in Sahnesauce + aufgebackene Pommes von gestern (geht zur Not). Von den Pilzen hatte ich natürlich nur 3 Scheiben, aber sonst war es sehr lecker.

Jetzt noch ein Pott Tee und dann in die Koje, denn morgen wird es wahrscheinlich ein langer Tag.

Tag 8: Kappeln – Søby

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Logbuch Ostsee September 2014
29,4 sm (28 sm unter Segel, 1,4 sm unter Motor),
Windstärke 5-6, Welle 1 m

Um 8.00 Uhr aufstehen, duschen, frühstücken und heute alles besonders seefest machen. Man lernt ja dazu und nochmal Teller kaufen wird uns zu teuer.

Bis zur Schleimünde bei Tageslicht segeln ist auch nicht schlecht, da sieht man mal was. Die Tonnen stehen ganz schön eng und das sind wir im dunkeln gefahren nur mit Ipad und Taschenlampe, Wahnsinn. Diesmal standen keine Wellen vor der Ausfahrt.

In Kappeln sah es noch diesig aus und als ob es Regen gibt. Auf der Ostsee war wieder Sonnenschein. Ich habe ja nichts anderes erwartet, hab ja schönes Wetter bestellt.
Wenn es über das große Wasser geht, bekommt mir echt am besten in der Plicht sitzen und Augen zu, dann kann ich auch weiter bei Manövern helfen. Obwohl wir heute nicht eine einzige Wende fahren mußten. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit 5,6 kt und unser Spitzenwert war 7,7 kt und alles nur unter Genoa.
Auf der kleinen Belt kamen wieder die Wellen seitlich, also wieder dieses schaukeln im Kreis, nur nicht bei 2 Meter Welle. Ist aber genau so blöd, aber auch da, mit Augen zu und durch, geht es.

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In Søby angekommen, längs zum Steg festgemacht und erst mal den Hafen erkundet.
In einem Cafe (sieht eher aus wie Imbissbude) haben wir einen Anleger Cappuccino getrunken.
Da der Hafenmeister früh’s und abends am Steg kassiert, sind wir wieder zum Schiff zurück.

Da haben wir festgestellt, das im Vorschiff das Fenster nicht dicht ist. Jetzt hängen Robert’s Kissen und Bettdecke über der Relling zum Trocknen und die Matratzen stehen beim Steuerrad. Wind haben wir hier genug, vielleicht trocknet es ja noch, sonst muß er in der Messe schlafen.

Jetzt noch mal zu Robert. Für einen Frischling macht er sich großartig. Keine Ausfallerscheinungen, einfach nix, da kann ich ja echt neidisch werden. Aber mit einer Histamin Intoleranz ist bei mir ja eh alles ein bißchen anders. Nicht umsonst hat Jarisch das Buch „Histamin Intoleranz und Seekrankheit“ geschrieben.

Jetzt sitze ich hier und schreibe, mal sehen was wir noch machen. Bis nachher.

Der Hafenmeister war endlich da, jetzt können wir noch mal am Strand spazieren gehen.
Robert ist kaputt und ruht sich erst mal in der Messe aus, Andy und ich gehen dann halt alleine.
Am Strand gab es viele Steine. Ich liebe Steine. Da ich sie aber alleine tragen mußte hab ich nur 2 Hühnergötter (Stein mit Loch durch) und noch einen kleinen Stein mitgenommen.

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Als wir wieder kamen war es Zeit für’s Abendessen. Heute wurde gegrillt.
Robert ging schon mal vor den Grill anzünden, Andy hat das Fleisch vorbereitet und ich alles andere zusammen gesucht.
Als das Fleisch endlich auf dem Grill lag, bin ich zu dem Kiosk rüber und habe 2 große Pommes für die Jungs geholt. Das nächste Mal frag ich vorher wie groß „groß“ ist, denn mit den 2 Portionen wären locker 4 Mann satt geworden.
Ich hatte Hühnchen, 1 Truthahn Wiener und 1 Brötchen (Schär) und die Männer Nackensteak’s, Wiener und Pommes. War sehr reichlich und lecker.

Gleich noch bei einen Pott Tee den Tag ausklingen lassen und dann ab in die Koje.

Tag 7: Schleswig – Haddeby – Kappeln

Logbuch Ostsee September 2014
21 sm (Motormeilen),
Windstärke 2-3, jedoch genau gegenan

Wir sind schon vor dem Aufstehen aufgestanden, Robert konnte nicht mehr schlafen und alle waren wach. Na dann, gehen wir halt duschen.
Nach dem Duschen war dann auch schon der Hafenmeister da (er fängt um 8.00 Uhr an), so habe ich gleich Hafengebühr bezahlt. Auf dem Rückweg zum Boot habe ich noch einen Kiosk mit Brötchenverkauf entdeckt, so habe ich für meine Jungs gleich noch ein paar Brötchen mitgenommen.
Jetzt erst mal lecker frühstücken und planen wie es weiter geht.
Nach dem Frühstück sind wir einkaufen gegangen, in der Nähe (ca. 10 Min. Fußweg) gibt es einen Netto. Wir brauchten Tinkwasser, Aufbackbrötchen und Fleisch.
Nach dem Einkauf noch mal Toilettengang und den Chip für die Sanitäranlagen wieder abgeben und die 20,-€ Pfanggebühr abholen.
Leinen los und eine kurze Strecke nach Haddeby motort, den Wind war so früh noch nicht wach.

Kleiner Hafen von Haddeby

Kleiner Hafen von Haddeby

In Haddeby haben wir uns ein wenig Kultur gegönnt. Dort gibt es ein Wickinger Museum, das ist nur ca. 8 Min. vom Hafen entfernt.
Das ist wirklich sehenswert. Im Außenbereich gibt es auch dann nachgebaute Wickingerhäuser, aber die haben wir uns nur von weiten angeschaut. Man könnte sich dort einen ganzen Tag aufhalten, Restaurant’s und Cafe’s gibt es dort auch.

Dann wieder Leinen los und Richtung Kappeln.
Das war nicht unser Tag. Wind fast nur von vorne, da war nix mit segeln, ok, einmal kurz kreuzen, aber das zähl ich schon garnicht mehr dazu.
Zwei mal in den Schlick rein, einmal konnten wir alleine wieder raus, einmal haben wir festgesessen und uns mußte ein anderer netter Segler helfen und uns rausziehen.
Wir sind dann nur noch unter Motor weiter. Bei der Klappbrücke Lindaunis hatten wir so gut wie keine Wartezeit und an der Klappbrücke Kappeln ca. 35 Min.

Eigentlich wollten wir kurz hinter der Brücke festmachen, da wären Restaurant’s, aber es war nichts mehr frei. So sind wir wieder in den Hafen, wo wir auch vor 2 Tagen gelegen haben. Da wissen wir ja schon, wo wir alles finden.

Jetzt sind wir fest. Robert und ich haben Kartoffeln geschält und geschnitten. Andy macht jetzt Bratkartoffeln und brät Gemüse und Fleisch.
Für mich gibt es Hühnchen und die Jungs haben Bratwürste zu den Bratkartoffeln + Paprikagemüse.

Ich muß ehrlich gestehen, die Schlei gefällt mir nicht. Vielleicht wäre es anders, wenn wir nicht 1,95 m Tiefgang hätten. Aber immer nur aufpassen, wo es tief genug ist macht keinen Spaß.
ok, landschaftlich wunderschön gelegen ist sie.

Jetzt noch einen Tee und dann in die Koje, so ohne segeln und nur motoren macht auch müde.

Tag 6: Kappeln – Schleswig

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Logbuch Ostsee September 2014
19,2 sm (segelnde Motormeilen),
Windstärke 2-3,

Heute wurde bis um 9.00 Uhr geschlafen, dann mühselig aus dem Bett gequält.
Zähne putzen und was anziehen und den Hafenmeister gesucht um Hafengebühr zu bezahlen. Erst sind wir bei der Fischereibehörde gelandet, dann haben wir im nächsten Gebäude den Hafenmeister gefunden und im dritten Gebäude hing ein Automat um die Hafengebühr zu bezahlen. Überall stand groß drüber was dort ist, aber irgendwie sind wir wohl nur schlafgewandelt. Aber wir haben es ja noch geschafft.

Zurück zum Boot Waschzeug geholt und erst mal duschen. Danach füllt man sich schon ein wenig wacher.
Brötchen in den Backofen und bis die Brötchen aufgebacken waren, schnell zum Waschmaschinenraum und eine Ladung Wäsche in die Maschine gepackt.
Zurück zum Schiff und endlich gefrühstückt. Und da ja eine Waschmaschinen Ladung länger dauert, wurde erst ein mal geputzt. Einmal richtig durchwischen, damit wirklich auch die letzten Scherbensplitter weg sind und wir wieder barfuß laufen können, Toilette eh, eben wie auch zu Hause. Zwischendrin mal kurz in den Waschmaschinenraum und Wäsche von der Maschine in den Trockner. Ein Segelzubehör Laden gab es gleich neben dem Hafenmeisterbüro, es gab auch Geschirr, dort haben wir dann ein paar Teller gekauft, damit wir das Inventar wieder auffüllen können.
Als dann der Trockner endlich fertig war, Leinen los und ab, so haben wir bei der Klappbrücke in Kappeln fast keine Wartezeit und bei der Klappbrücke Lindaunis ca. 30 Min..

So richtig Wind war nicht, also sind wir gemotort mit Segel. Kurz hatten wir nur das Segel oben, aber das ging zu langsam, denn wir hatten heute Termine.

Endlich in Schleswig im Stadthafen angekommen. Einen schönen ruhigen Liegeplatz gefunden, festgemacht und dann das Deck aufgeräumt.
Als wir fertig waren kam unser Segelgast Robert auch grade an. Er ist dann der Bayer auf der Ostsee. Jetzt erst mal guten Tag sagen und einen Anleger Kaffee trinken.

Danach zum Hafenmeisterbüro. Leider war es schon geschlossen aber den Schlüssel für die Sanitäranlagen konnte man sich im Bistro für einen Chip gegen eine Leihgebühr für 20,-€ holen.
Auf der Suche nach den Toiletten und Duschen ist uns dann doch noch den Hafenmeister über den Weg gelaufen. Er hat uns dann gesagt, wo sie sind. Da habe ich doch gleich gefragt ob der Chip auch für den Waschmaschinenraum funktioniert. Er dann „Ja, aber für die Waschmaschinen braucht man Münzenchips“. Nach ein paar neckischen Worten und Augen klimpern von mir, ging er dann doch noch mal in sein Büro und ich habe 2 münzen bekommen. So konnte ich noch eine Maschine mit hellen waschen und jetzt bin ich mit der Wäsche durch.
Es steht eine Industrie Waschmaschine + Trockner in dem Raum. Die Waschmaschine braucht bei 40 Grad 48 Minuten und der Trockner bei Extratrockner 1.07 Stunde.

Ich bin dann noch mal mit der Wäsche los und danach war ausruhen an Bord angesagt. Als die Maschine durch war, haben wir uns Landfein angezogen, beim Waschraum schnell die Wäsche in den Trockner gepackt und dann zum Essen gegangen.
Wir waren im „Senator Kroog“. Das Restaurant ist in der Nähe vom Rathaus. Es gibt es Fleisch und Fischgerichte. für mich gab es Putenschnitzel Natur gegrillt + Petersilienkartoffeln, Andy eine Fischplatte + Petersilienkartoffeln und Robert hat sich Thunfischsandwich ausgesucht. Es sah alles sehr lecker.

Auf den Rückweg noch schnell die Wäsche geholt und ab aufs Schiff.
Jetzt noch einen Pott Tee, die Strecke für morgen planen, ein wenig abschalten und dann ab in die Koje.

Tag 5: Dyvig – Sonderborg – Kappeln

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Logbuch Ostsee September 2014
46,1 sm (40,1 sm unter Segel, 6 sm unter Motor),
Dyvig – Sonderborg = 13,8 sm (12,3 sm unter Segel, 1,5 sm unter Motor)
Sonderborg – Kappeln = 32,3 sm (27,8 sm unter Segel, 4,5 sm unter Motor)
Windstärke 4, Welle 0,5 m

Ich habe wunderschön geschlafen. Aufstehen, Katzenwäsche, frühstücken und mal schauen was unsere Angel macht. Wir haben gelernt – Flundern beißen nicht auf Hühnerpelle, auch gut, so brauchten wir sie nicht sauber machen. Also alles seefest machen, Anker lichten und los.

Aus der Dyvig raus in den Als Fjord, dann in den Als Sund bis nach Sonderburg unterwegs im zickzack mit 6 Wenden. War eine schöne Fahrt. Die Brücke in Sonderburg zum Stadthafen hat auch gleich geöffnet, Wartezeit für uns nur 2 Min., also nix.
Im Stadthafen haben wir dann fest gemacht. Dann einen Schaufensterbummel, so ein bißchen Bewegung tut auch mal gut. Ich habe sogar was gefunden, einen Pudelmütze mit Felltroddel (die hat gerufen) und einen Softshelljacke (die brauchte ich ganz plötzlich)
Zurück zum Boot. Andy hat sich ein riesiges Gammeldags (Eistüte) geholt und ich habe mir Bratkartoffeln gemacht, dazu die letzte Hühnerbrust von gestern.
Das haben wir uns schmecken lassen, dann noch abgewaschen und weggeräumt und dann wieder los.

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Raus auch Sonderborg und die erste Wende und dann war da ein scheppern und poltern unten in der Messe. Kurz gesagt: Wir brauchen neue Teller.
Ich habe wohl den einen Schrank nicht richtig zugemacht, was soll’s Scherben sollen Glück bringen. Andy ging dann in den Beilieger und ich habe erst mal die größten Scherben zusammen gesucht, damit wir wieder halbwegs unten laufen konnten.
Dann aber wirklich los.

Von Sonderborg bis zur Schleimünde ging es wieder im Zickzack mit 5 Wenden aber da es wieder großes Wasser war, war es nicht ganz so ruhig. Aber wenn ich mich einfach oben in der Plicht hinsetzte und die Augen zu machte (dann habe ich einen Reiz schon mal abgestellt) + meinen Magen zusätzlich mit heißes Wasser und Globulis verwöhnt, ging die Fahrt richtig gut.

Vor der Schleimünde war es dann schon dunkel, die Wellen waren 1 – 1,5 m hoch, also Segel runter und mit Motor rein und das alles im dunkeln.
Ich habe ja zu Andy gesagt: „Stimmt’s die Nachtfahrt hast du so geplant, wolltest das ja immer mal mit mir machen.“ Er hat es bestritten. Mh, ok, ich werde es ihm mal glauben

Taschenlampe raus und Tonnen suchen war dann angesagt. Ging alles glatt.
In Kappeln angekommen, angelegt und oben alles aufgeräumt. Den Rest oben hab ich Andy alleine machen lassen, bin erst mal runter und habe die Scherben zusammen gefegt. Macht sich doch gleich leichter wenn es nicht schaukelt. Dann ging es noch ans Abendbrot essen.
Um 22.45 Uhr gab es Gulasch (hatte ich zu Hause eingeweckt) und Bratkartoffeln.

Danach kurz zur Ruhe kommen und nur noch in Bett.